
Bade- und Gästehaus, Meggen
Mit dem Bau zweier Follies entstanden an den Ufern des Vierwaldstättersees zwei architektonische Schmuckstücke. Realisiert wurden sie auf einem Grundstück mit Villa mit Seeanstoss in Meggen. Er war auch Anlass, sich vertieft mit dem Thema «Bauen am See» auseinanderzusetzen. Baden als Freizeitbeschäftigung war erst ab dem 18. Jahrhundert verbreitet. Entsprechend beschränkten sich bis dahin die architektonischen Bauten am See auf Schiffstationen sowie Fähren- und Bootshäuser.

Entspannen am See


Wie beim Badehaus wurde auch für das Gästehaus Lärchenholz verwendet. Wobei eine Schindelfassade und ein leicht abgeschrägtes Dach eine feine Differenzierung darstellen. Während die hangseitige Fassade keinerlei Fenster aufweist, graben sich auf den übrigen drei Seiten des Gästehauses unterschiedliche Fensterformate in eine 1,5 Meter dicke Serviceschicht mit entsprechend prägnanten Leibungen. In dieser sind WC, Küche, Technik und ein mit Betten bestückter Raum für zwei Personen gleichsam raffiniert versteckt. Eine versenkte Badewanne befindet sich in der Mitte des Raumes. Der Bau steht auf einem Betonsockel und verfügt über ein kleines Cheminée, dessen Kamin als solitäres Formelement keck die klare Dachform aufbricht.


Fakten
- Standort Meggen, Luzern
- Leistungen Architektur, Baumanagement, Bauökonomie
- Status Realisiert
- Auftragsart Direktauftrag
- Bauherrschaft Privat
- Fotos: Louis Brem