
Grassenbiwak, Engelberg
Das Grassenbiwak befindet sich auf dem Tierberg hinter der Nordwand vom Titlis. Die bestehende Fundation und Stahlrohrrahmenkonstruktion bilden die Ausgangslage für das Konzept des Neuen Grassenbiwaks. Die Fundamente geben die Lage vor und der Stahlrohrahmen die Gestalt. Zwischen die zwei bestehenden Elemente werden zwei neue Geschosse in Holzbauweise eingesetzt. Alt und Neu verschmelzen in vertikaler Abwicklung zu einer neuen Form – ohne den ursprünglichen Charakter zu verlieren.

Sonnenenergie optimal genutzt

Das Volumen ist kompakt und reagiert durch seine gleichförmige und vieleckige Form neutral auf die Landschaft. Die Form lässt die Sonnenenergie optimal nutzen, die mehrheitlich matten und teils polierten Aluminiumschindeln der Fassade lassen das Biwak mit der Umgebung verschmelzen. Im Gegensatz zum eher technischen und robusten Ausdruck der Hülle, bietet der unverkleidete Holzbau im Innenraum eine warme und gemütliche Atmosphäre.
Die gesamte Konstruktion des Neuen Grassenbiwaks ist auf eine möglichst robuste und effiziente Bauweise im hochalpinen Raum ausgelegt. Die einzelnen Geschosse werden komplett in Holzbauweise im Tal vorgefertigt und mit nur drei Helikopterflügen vor Ort montiert. Die Aussenwände sind als ausgedämmte und beplankte Fachwerkkonstruktionen konzipiert. Während die Decke aus einer Balkenlage besteht, die nur einseitig mit Plattenwerkstoffen beplankt wird, um eine stabile Scheibenwirkung zu erzielen.


Fakten
- Standort Tierberg, Engelberg
- Leistungen Architektur, Generalplanung
- Auftragsart Wettbewerb
- Bauherrschaft SAC Sektion Engelberg
- Statik Holzprojekt AG
- Visualisierungen Julia Werlen