hundert
jahre
schärli.

Zum Jubiläum im 2024 blicken wir zurück auf unsere hundertjährige Geschichte. Wir erinnern uns an wegweisende Momente, herausragende Projekte und laden Sie ein, uns dabei zu begleiten.

Rechts – Unten –
Otto Schärli Senior Selbstporträt, 1916

01 schaerli architekten geschichte otto schaerli

1924

Gründung des Architekturbüros Schärli Luzern durch Otto Schärli Senior

02 schaerli architekten geschichte saelistrasse

Wohnhaus
Sälistrasse

Links – Oben –
Erstlingswerk Wohnhaus
Sälistrasse, 1924

Das Dreifamilienhaus an der Sälistrasse bildet den Beginn der Bürogeschichte. Noch heute steht der Bau an der Kreuzung Sälistrasse-Berglistrasse. Seine Quailität fasziniert auch nach über einem Jahrhundert noch immer.

Himmelrich
Luzern

Rechts – Oben –
Erste Überbauung der ABL:
Wohnhäuser Neuweg und
Bleicherstrasse, 1926

Links – Unten –
Weinberglistrasse-Fresko von Hans Erni
um 1930. Es zeigt Otto Schärli Senior
zusammen mit Baumeister und Präsident
aus der Gründerzeit der ABL. Es bildet
ausserdem die soziale Dringlichkeit der
Gründung einer Baugenossenschaft ab.

Ebenfalls 1924 wurde die Allgemeine Baugenossenschaft ABL gegründet. Mit Otto Schärli Senior als Architekt wurden die ersten Siedlungen Himmelrich und Weinbergli erbaut. Später folgten weitere ABL-Überbauungen wie Sagenmatt, Stollberg, Breitenlachen und Spannortstrasse. Der Soziale Wohnungsbau prägte die Startphase des Architekturbüros. Unter der Leitung von Otto Schärli Senior entstanden in Luzern mehr als 1000 Wohnungen.

Nach der Erbauung 1927 wehrte sich Otto Schärli Senior gegen den Vorwurf, die Himmelrich-Bauten gleichen Mietskasernen. «Ich glaube, zu Unrecht», schrieb er in der Schweizerischen Zeitschrift für Wohnungswesen. «Da sich in nächster Nähe schon sechsstöckige Miethäuser befinden, da ferner mit Sicherheit anzunehmen ist, dass das ganze anschliessende Areal der Himmelrichmatte die höchstmögliche Überbauung erfahren werde, entschloss sich unsere Genossenschaft zur grösstmöglichen Ausnützung des Baugrundes.»

04 schaerli architekten geschichte wandbild hanserni
05 schaerli architekten geschichte libellenstrasse

Wohn- und Geschäftshaus
Maihofstrasse

Links – Oben –
Wo heute ein Restaurant ist,
war einmal eine Autogarage

Die ehemalige Garage an der Maihofstrasse hat inzwischen dem Restaurant Libelle Platz ge-macht. Sie war einst heftig umstrittenes Symbol der Avantgarde und gilt heute als Pionierbau der Luzerner Moderne.

1954

Rudolf, Alfred und Otto Schärli übernehmen nach dem Tod von Otto Schärli Senior das Architekturbüro und führen es unter dem Namen Gebrüder Schärli, dipl. Architekten weiter.

06 schaerli architekten geschichte portraits schaerli
07 schaerli architekten geschichte luzernerhof

Hotel
Luzernerhof

Links – Oben –
Blick von der Kreuzung
Alpenstrasse-Gotthardstrasse

Der auffällige Bau mit Klinkerfassade und dem vorspringenden Raster war ein architektonisches Statement gegen den Luzerner Pseudohistorismus. Die Bedürfnisse von Hotel, Dancing und Geschäftsbetrieb wurden sehr modern interpretiert.

In der Zeit des Aufbruchs nach dem Krieg stieg die Wohnfläche pro Kopf markant an und das Automobil entwickelte vom Luxus- zum Allgemeingut. So kommen nebst dem Wohnungsbau zahlreiche weitere Aufträge für öffentliche Bauwerke, Geschäftshäuser und Industriebauten hinzu. Das Büro etabliert sich über Luzern hinaus und beschäftigt zu dieser Zeit 15 bis 20 Mitarbeitende.

08 schaerli architekten geschichte cityparking

City Parking
Luzern

Rechts – Oben –
Aussenansicht Zürichstrasse
Nachtaufnahme

Links – Unten –
Ein- und Ausfahrt

Das erste Parkhaus Luzerns wurde schnell zu klein und musste innerhalb der ersten zehn Jahre zweimal erweitert werden.

09 schaerli architekten geschichte cityparking 2
10 schaerli architekten geschichte bergkapelle fraekmuent

Bergkapelle
Fräkmüntegg

Rechts – Oben –
Ansicht von Nordosten

Links – Unten –
Postkarte des Kapellenbauvereins
«Diese Karte ist handgemalt –
der Verkauf geht zu Gunsten des
Kapellenbaus»

Mit grossem Einsatz wurden Gelder für den Kapellenbau gesammelt – unter anderem fand ein Bordbazar auf den Schiffen «Stadt Luzern» und «Wilhelm Tell» statt. Otto Schärli stellte seine Pläne gratis zur Verfügung und auch die Baukosten konnten geringgehalten werden. So verwendete man zum Beispiel für die Natursteinfassaden vor Ort gewonnenes Material.

11 schaerli architekten geschichte fraekmuent 2
12 schaerli architekten geschichte hausobmatt

Haus Obmatt
Adligenswil

Rechts – Oben –
Dachform angelehnt an
Silhouette vom Pilatus

Links – Unten –
Innere Erschliessung mit
Betonscheibe in ornamentaler
Bretterschalung

Das Haus Obmatt in Adligenswil wurde von Otto Schärli für sich und seine Familie entworfen. Er bewohnte das Haus bis an sein Lebensende und es stellt in seinem Schaffen ein bedeutendes, brutalistisches Werk dar. Otto Schärli war als Anthroposoph sein Leben lang ein Forscher. Seine Interessensfelder wie die Übergangszonen von Innen und Aussen, Analogien zum menschlichen Leib, Proportionen auf harmonikalen Grundsätzen als umfassendes Ordnungssystem, das Haus als Abbild eines sozialen Gefüges, das Verhältnis Einzelner zur Gemeinschaft und der Einsatz vom «liebsten Baumaterial», dem Holz, manifestieren sich in diesem Bau exemplarisch.

13 schaerli architekten geschichte hausobmatt 2
14 schaerli architekten geschichte vbl

vbl Werkstatt
Luzern

Links – Oben –
vbl Werkstatt und Garage

Der markante Betonskelettbau im Tribschenquartier erfüllt noch heute seine Aufgabe für die Pflege und den Unterhalt der VBL-Fahrzeugflotte.

15 schaerli architekten geschichte bethanien

Klosteranlage Bethanien
Obwalden

Rechts – Oben –
Klosteranlage Bethanien
Obwalden, 1978

Links – Unten –
Innenansicht Kirche:
Blick auf die Kanzel

Mit dem Bau der Klosteranlage und Kirche ob Kerns leisteten die Gebrüder Schärli einen wichtigen Beitrag zur Innerschweizer Sakralarchitektur. Die opaken Fassadenelemente folgen in ihrer Materialisierung dem ländlichen Kontext, das Dach hebt den Bau jedoch bestechend als Kind der Moderne hervor.

16 schaerli architekten geschichte bethanien 2
17 schaerli architekten geschichte spital 1980

Spitalplanung
Luzern

Rechts – Oben –
Modell Spitalplanung
Luzern, 1980

Links – Unten –
Personalwohnhaus um 1983

Nach jahrzehntelangem Planen und Bauen realisierte 1982 die Architektengemeinschaft Kantonsspital A5 unter der Leitung von Rudolf Schärli das damals grösste Bauwerk des Kantons Luzern. Als oberstes Gebot nannten die Architekten im Bericht an den Grossen Rat «einen Baukörper zu schaffen, der ohne grosse ästhetisierende Differenzierung zum Ausdruck bringt, was im Gebäude geschieht, nämlich rationelles Funktionieren eines Akutspitals, Nutzung aller technischen Mittel zur Erleichterung der Arbeit, Senkung der Betriebskosten und Flexibilität des Konstruktionsprinzips».

18 schaerli architekten geschichte personalwohnheim

1984

Mit Stefan Schärli tritt die dritte Generation in den Familienbetrieb ein. Ab 1986 war er gleichwertiger Partner in der Firma Gebrüder Schärli, Architekten. In diese Zeit fallen die Neubauten des Betagtenzentrums Rosenberg (1989) und des Schul- und Bürogebäudes AVIA-Haus in Luzern.

19 schaerli architekten geschichte stefan schaerli
20 schaerli architekten geschichte rosenberg

Betagtenzentrum
Rosenberg

Links – Oben –
Eingangsbereich von der
Friedentalstrasse aus fotografiert

Der postmoderne Bau mit der charakteristischen Fassade in Kalkbackstein, wurde Mitte der 1980er Jahre, als viertes Betagtenheim der damaligen Bürgergemeinde Luzern, eröffnet. Das Zentrum verfügte damals über einen Pflegeheimtrakt mit 84 Pflegeplätzen und einen Wohnheimtrakt mit 51 Wohnheimplätzen. Ein eingeschossiger Verbindungstrakt mit Dachgarten stellt das zentrale, soziale Element des Baus dar.

21 schaerli architekten geschichte avia

Avia Haus
Seekag Luzern

Links – Oben –
Gestaltung Stirnfassade in
Zusammenarbeit mit Niklas Lenherr

Der Gebäudekomplex hinter dem Güterbahnhof widerspiegelt eindrücklich den Wandel des Quartiers. Die Parzelle beherbergt Schul-, Dienstleistungräume sowie Kieswerk und Tankstelle.

22 schaerli architekten geschichte seepark

Wohn- und Geschäftshaus
Seepark

Links – Oben –
Wohn- und Geschäftshaus
Seepark, 1997

Mit der Restaurierung des Wohn-und Geschäftshaus «Seepark» konnte ein wichtiger Zeuge einer neuen Wohnkultur, die unterschiedliche Nutzer ansprechen will, bewahrt werden. Der Bau bezeugt das Interesse der Architekten Hanns A. Brütsch und Alois Stadler an Fragen zur Stadtentwicklung von Zug.

1999

Adriano Bosco und Thomas Waser werden Partner der Schärli Architekten AG

23 schaerli architekten geschichte unterwerk blattenmoos

Unterwerk
Blattenmoos

Links – Oben –
Die Kupferfassade verändert im Laufe der
Zeit ihr Erscheinungsbild und fügt sich in die
Umgebung ein.

Das Unterwerk Blattenmoos wurde in den Jahren 1999 bis 2001 als Ersatz für das Unterwerk Sagenmatt von der Schärli Architekten AG in Zusammenarbeit mit dem Künstler Niklaus Lenherr erbaut. Der Technikbau besticht noch heute durch seine raffinierte Funktionalität und seine feinsinnige, künstlerische Gestaltung

24 schaerli architekten geschichte habsburgerstrasse 32

Habsburgerstrasse 32-36
Luzern

Rechts – Oben –
Blick auf die von
charakteristischen
Erkern geprägte
Fassade an der
Habsburgerstrasse.

Links – Unten –
Die neue Balkon- und
Erschliessungsschicht
hebt sich bewusst vom
Bestand ab.

Die drei von der Luzerner Denkmalpflege als schützenswert eingestuften Wohn- und Geschäftshäuser an der Habsburgstrasse wurden von Arnold Berger geplant und im Jahr 1928 ausgeführt. 2005 erfolgte eine umfangreiche Sanierung durch die Schärli Architekten AG: Denkmalgerecht wie auch zukunftsweisend. So wurden die charakteristischen strassenseitigen Fassaden farblich in ihren Originalzustand zurückgeführt, die hofseitige Laubengangerschliessung erhielt hingegen markante, neue Verkleidungen.

25 schaerli architekten geschichte habsburgerstrasse 32 2
26 schaerli architekten geschichte tropenhaus

Tropenhaus
Wolhusen

Links – Oben –
Blick vom Chräjebüel

Ein Dach aus Bananenblättern, sanftes Wasserplätschern, exotische Gerüche, duftende Kräuter, feuchtwarme Luft und bunte Blüten. Dies erwartet den Besucher im Tropenhaus Wolhusen, welches im Winter 2010 neu eröffnet wurde. Der Neubau ersetzt das alte Tropenhaus in Ruswil, welches im Jahre 1999 seinen Betrieb aufnahm. Ausgangslage für dieses nicht alltägliche Projekt bildete ein neues Energiegesetz des Kantons Luzern. Darin hat Luzern im Jahre 1987 als erster Schweizer Kanton die Notwendigkeit der Nutzung von Abwärme gesetzlich verankert.

27 schaerli architekten geschichte central park luzern

Central Park
Luzern

Rechts – Oben –
Blick von der Rösslimattstrasse

Links – Unten –
Überhohe Loggien bringen
den Bewohnenden Tageslicht
und Privatsphäre.

Im Tribschen-Quartier, südöstlich vom Luzerner Hauptbahnhof, liegt die Wohnüberbauung Central Park. Mit einer Sanierung sollten die Gebäude optisch und energetisch aufgewertet, sowie an die zeitgemässen Bedürfnisse des altersgerechten Wohnens angepasst werden. An die bestehende Struktur wird die neue Fassade als raumhaltige Schicht angefügt. Diese wird alternierend mit zweigeschossigen Bereichen sowie Wintergärten und Loggien bespielt, die den jeweiligen Wohnraum erweitern und aufwerten. Für diesen innovativen Ansatz wurde das Projekt mehrfach ausgezeichnet.

28 schaerli architekten geschichte central park luzern 2
29 schaerli architekten geschichte mattenhof

Mattenhof
Kriens

Links – Oben –
Blick von der Allmend
auf Nordostfassade

Der identitätsstiftende Wohnturm mit den dazugehörenden Dienstleistungsbauten steht für den Aufbruch im Süden Luzerns. Er markiert das neue Zentrum und verbindet die Grünfläche der Allmend mit dem bestehenden Gewerbegebiet entlang der Bahnlinie.

30 schaerli architekten geschichte sagenmatt

Sagenmatt
Ebikon

Links – Oben –
Eine naturnahe Freiraumgestaltung,
wie die Renaturierung vom Mühlebach,
bieten einen ökologischen Mehrwert
für Mensch und Natur.

Auf dem Sagenmatt-Areal entstehen rund 245 Wohnungen und 1200m2 Gewerbe-, Gastro- und Dienstleistungsflächen. In Zusammenarbeit mit Meyer Gadient konnte die Jury mit einem überraschenden typologischen Ansatz überzeugt werden. Dem Areal kommt aufgrund seiner Grösse und Lage eine besondere Bedeutung als wichtiger Baustein in der städtebaulichen Neuausrichtung von Ebikon zu. Zurzeit befindet sich das Projekt im Bau und wird voraussichtlich 2027 fertiggestellt sein.

2026

Heute stehen rund 60 Fachkräfte bei Schärli für Qualität und Zuverlässigkeit auf allen Ebenen. Mit unserer Kompetenz in Architektur, Bauökonomie und Baumanagement schaffen wir die Basis für erfolgreiche Projekte. Auch in Zukunft gestalten wir mit Innovationsgeist und Engagement Lebensräume, die Bestand haben.